Dienstag bis Donnerstag ist das Büro voll, Montag und Freitag hört man vor allem die Kaffeemaschine im Standby. Trotzdem kommt die Reinigung bei vielen Teams an fünf Tagen pro Woche, weil der Vertrag noch aus der Zeit vor Homeoffice stammt. Ein guter Reinigungsplan fürs Büro richtet sich nicht nach dem Kalender, sondern danach, wann wirklich gearbeitet, gekocht und gespült wird. In diesem Artikel erfährst du, wie oft welcher Bereich gereinigt werden sollte, was für Sanitärräume vorgeschrieben ist und wie du deine Büroreinigung an Präsenztage anpasst. Am Ende gibt es eine kostenlose Vorlage zum Ausfüllen.
Die kurze Antwort: Sanitärräume und Teeküche täglich an den Tagen, an denen sie genutzt werden. Arbeitsplätze und Böden zwei- bis dreimal pro Woche. Eine Grundreinigung ein- bis zweimal im Jahr.
Einen festen gesetzlichen Turnus für das ganze Büro gibt es nicht. Die Arbeitsstättenverordnung (§ 4 ArbStättV) verlangt, dass Arbeitsstätten den hygienischen Erfordernissen entsprechend gereinigt werden. Wie oft das konkret heißt, hängt von Nutzung, Teamgröße und Besuchsverkehr ab. Deshalb ist die Frage „Wie oft Büroreinigung?“ eigentlich die Frage: Wie oft wird welcher Bereich wirklich benutzt?
Für Toiletten ist die Lage klarer. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A4.1 „Sanitärräume“ sieht vor, dass gemeinschaftlich genutzte Toiletten- und Sanitärräume bei täglicher Nutzung täglich gereinigt und bei Bedarf desinfiziert werden.
Für hybride Teams ist der Zusatz „bei täglicher Nutzung“ entscheidend: Die tägliche Reinigung hängt an der Nutzung. An Präsenztagen ist sie Pflicht, an Tagen, an denen niemand im Büro ist, fällt der Anlass weg. Kommen an „leeren“ Tagen aber doch einzelne Kolleg:innen, Besucher:innen oder Handwerker:innen, zählt das als Nutzung.
Diese Tabelle ist ein realistischer Ausgangspunkt für ein Büro mit 10 bis 40 Personen. Für die meisten Teams reicht sie als Grundgerüst, das du anschließend an eure Präsenztage anpasst.
| Bereich | Typisches Intervall | Hinweis |
|---|---|---|
| Toiletten und Waschräume | täglich an Nutzungstagen | inkl. Auffüllen von Seife, Papier und Handtüchern |
| Teeküche und Pausenraum | täglich an Nutzungstagen | Spüle, Arbeitsflächen, Müll, Außenseiten der Geräte |
| Mülleimer und Wertstoffe | täglich bis 3× pro Woche | an vollen Tagen täglich |
| Eingang und Empfang | täglich bis 3× pro Woche | erster Eindruck für Besuch und Bewerber:innen |
| Arbeitsplätze (freie Flächen) | 2–3× pro Woche | bei Desk-Sharing an jedem Präsenztag |
| Böden in Büroräumen | 2–3× pro Woche | Teppich saugen, Hartböden feucht wischen |
| Besprechungsräume | nach Nutzung, mind. 2× pro Woche | Gläser und Tassen sofort abräumen lassen |
| Türgriffe, Lichtschalter, Kontaktflächen | 2–3× pro Woche | bei Desk-Sharing häufiger |
| Kühlschrank ausräumen | wöchentlich | am letzten Präsenztag der Woche |
| Fenster und Glasflächen | innen vierteljährlich, außen 1–2× im Jahr | meist separat beauftragt |
| Grundreinigung | 1–2× im Jahr | Böden, Polster, schwer erreichbare Stellen |
Der klassische Reinigungsplan für die Büroreinigung geht davon aus, dass jeden Tag alle da sind. Bei hybriden Teams stimmt das selten. Das Ergebnis: An leeren Tagen wird gereinigt, was niemand benutzt hat, und an vollen Tagen reicht die Reinigung kaum.
So stellst du den Plan auf Präsenz um:
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auslastung | ca. 5 Personen | voll | voll | voll | ca. 5 Personen |
| Sanitär und Küche | Sichtkontrolle, Auffüllen | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Müll | ✓ | ✓ | ✓ | ||
| Arbeitsplätze und Böden | ✓ | ✓ | |||
| Kühlschrank | ✓ | ||||
| Grund- und Sonderreinigung | nach Plan |
Montag und Freitag sind hier nicht „leer“: Ein paar Kolleg:innen sind da, also werden Toiletten und Küche genutzt. Statt voller Reinigung reicht oft eine kurze Kontrolle mit Auffüllen. Und am Freitag kommt der Kühlschrank dran, bevor die Bananenschale vom Donnerstag übers Wochenende eine eigene Persönlichkeit entwickelt.
Wichtig: Gib diesen Plan schriftlich an deine Reinigungsfirma. Viele kalkulieren automatisch fünf Tage, wenn niemand etwas anderes sagt.
Die regelmäßige Unterhaltsreinigung hält das Büro dauerhaft sauber. Ein zeitlich begrenzter Reinigungsdienst deckt einen besonderen oder vorübergehenden Bedarf ab.
| Kriterium | Regelmäßige Reinigung (Unterhaltsreinigung) | Zeitlich begrenzter Reinigungsdienst |
|---|---|---|
| Rhythmus | fester Turnus, z. B. 2–5× pro Woche | einmalig oder für einen festen Zeitraum |
| Ziel | gleichbleibende Hygiene im Alltag | erhöhter Bedarf oder Sonderfall |
| Typische Aufgaben | Sanitär, Küche, Müll, Böden, Flächen | Grundreinigung, Umzug, nach Umbau oder Event, Urlaubsvertretung |
| Kosten | feste monatliche Pauschale | Stunden- oder Festpreis pro Einsatz |
| Aufwand für dich | gering, sobald der Plan steht | Anfrage und Abstimmung pro Einsatz |
Für ein aktiv genutztes Büro ist die regelmäßige Reinigung die Basis. Der zeitlich begrenzte Dienst ergänzt sie, etwa für die Grundreinigung, nach dem Sommerfest oder wenn ihr umzieht. Eine dauerhafte Unterhaltsreinigung ersetzt er nicht, denn der Alltagsschmutz kommt schneller wieder, als das nächste Angebot unterschrieben ist.
Ein Reinigungsplan ist kein Dokument für die Schublade. Diese Signale zeigen, dass du nachjustieren solltest:
Die Vorlage enthält:
Hier geht's zum Download: [Reinigungsplan Büro – Vorlage für hybride Teams]
Tipp: Häng eine vereinfachte Version in die Teeküche. Wenn alle sehen, an welchen Tagen gereinigt wird, landen weniger Tassen „nur kurz“ in der Spüle.
Ein guter Reinigungsplan fürs Büro spart nicht an Sanitärräumen und Küche, sondern an leeren Tagen. Wenn du Präsenz, Bereiche und Intervalle einmal sauber festhältst, zahlst du für das, was wirklich genutzt wird, und dein Team kommt trotzdem jeden Morgen in ein sauberes Büro. Du willst den Plan nicht allein aufsetzen? Officeguru hilft dir dabei: Buche jetzt deine kostenlose Büroreinigungs-Besichtigung in Berlin. Wir schauen uns deine Räume und eure Präsenztage gemeinsam an und du bekommst einen Reinigungsplan, der zu eurem Arbeitsalltag passt.